Im Sein
FernSinn VIII
Ich stehe auf
zieh mich an
hole mir ein Espresso
setz mich hin
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Ich laufe los
zum See
auf dem Steg
setz mich hin
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Ich wandere
in den Bergen
zum Gipfel
setz mich hin
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Ich gehe
suche Muscheln
am Strand
setz mich hin
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und plötzlich
ist es da
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FernSinn
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Riederau, April 2026

Reden ohne zu reden IX
Reden ohne zu reden.
Das Leben ist besonders
schön,
wenn es uns plötzlich
Wertvolles schenkt.
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Wir treffen uns,
wir bewegen uns
im Raum.
Wir reden,
wir bewegen uns
weiter.
Wir schauen,
wir bewegen uns
noch.
Wir schauen uns an,
wir bewegen uns
langsamer.
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Deine braunen Augen
spenden Ruhe,
wir bewegen uns
nicht mehr.
aber auf AUGENhöhe
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Plötzlich sprechen wir,
ohne etwas zu sagen,
in aller Ehrlichkeit,
ohne Posts, WhatsApp, SMS, E-Mail,
Telefonate, Besprechungen, Gespräche.
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Was ist schöner,
als verstanden zu werden?
beim Reden ohne zu reden
in diesem AUGENblick
Riederau, April 2026
LiebArten X
LiebArten
Gibt es
die eine Liebe?
Oder
die andere?
Was wäre
die eine?
Was
die andere?
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Selbstliebe?
Körperliebe?
pragmatische Liebe?
Alltagsliebe?
flüchtige Liebe?
freie Liebe?
trauerLiebe?
Affenliebe?
partnerschaftliche Liebe?
Familienliebe?
Schwesterliebe?
Kindesliebe?
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Die wahre Liebe
lässt sich
nicht benennen.
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Sie begegnet uns
im Raum.
Im Sein.
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im AUGENblick
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im Bleiben
im Halten.
im Dableiben
Riederau, April 2026

AUGENblick der bleibt XI
AUGENblick der bleibt
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Still.
Wir
im gleichen Moment.
Resonanz.
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Im AUGENblick
sind wir
bei uns.
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Ohne Suchen.
Ohne Plan
aber füreinander
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Und wir
bleiben.
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Denn nur dort,
wo wir bei uns sind,
kann es bleiben.
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oder wir
finden uns selbst
genau dort.
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Zwei,
die bleiben,
sind selten.
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Und dann
entsteht etwas,
das bleibt – Gemeinsamkeit.
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Im Alltag getragen –
nicht mehr in Alleinsamkeit.
Sondern gewollt miteinander.
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Das,
was entsteht,
hält und bleibt,
hat keinen Namen.
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und doch
ist es da.
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vielleicht
eine Beziehung
aus Resonanz
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Ist das vielleicht
wahre Liebe?
Riederau, 9.4.2026

Muschel - Bewegung XII
Muscheln,
sie sind gelassen
haben Zeit.
Sie schwingen mit den Gezeiten
im Rhythmus
von Nähe und Abstand
Und kommen an am Strand.
In Würde,
um gefunden zu werden
oder auch nicht.
Sie haben Zeit
und schwingen weiter
mit den Gezeiten.
————
Eines Tages werden sie gefunden
und spüren die Hand
und dürfen mit.
Die eine -
noch schöner,
noch stimmiger als die andere
Die Hand füllt sich –
und fühlt, und fühlt...
Manche fallen aus der Hand
und bleiben zurück.
Sie haben Zeit
und schwingen weiter
mit den Gezeiten.
———
Manche dürfen bleiben,
gehalten in der Hand.
Eine bewegt mit,
verbunden im Alltag,
gemeinsam.
Sie darf fallen -
ohne zu fallen.
Und ist gelassen,
hat Zeit,
um zu bleiben ohne Gezeiten,
doch mit Rhythmus.
———
Was ist, wenn
jede Muschel
ein Mensch ist?
Wir wissen es nicht.
Wir wissen, dass sie bewegen,
wenn sie gehalten werden.
Das fühlt sich gut an.
Das Hält.
Riederau, April 2026

Ehrlichkeiten XIV-I
Gibt es
die eine Ehrlichkeit?
Oder
die andere?
Was wäre
die eine?
Was
die andere?
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Funktionierende Ehrlichkeit?
Gemischte –
Selbst –
Emotionale –
Körperliche –
Faktische –
Radikale –
Integrative –
Ehrlichkeit im Sein?
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Ehrlichkeit beginnt nicht im Sprechen.
Und sie endet auch nicht dort.
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Die wahre Ehrlichkeit
lässt sich
nicht benennen.
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Sie begegnet uns
im Raum.
Im Sein.
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Im AUGENblick
der Ehrlichkeit,
wo ich mich
nicht mehr verlasse.
Riederau, 22. April 2026
Ehrlichkeiten XIV-II
Ehrlichkeit
zieht Ehrlichkeit an.
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Eine funktionierende Beziehung
Eine LiebArt.
Zieht funktionierende Beziehungen.
Ein Kreis,
der hält.
Hier lebt eine
funktionierende Ehrlichkeit
Nicht alles wird sichtbar.
Nicht alles möchte gesagt werden.
Und trotzdem
trägt es.
Aber nicht immer
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Dann bricht etwas.
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Eine Beziehung
aus dem Bruch
Eine LiebArt
Gegen das Alleinsein
Ein neuer Kreis entsteht
gemischt aus dem,
was übrig bleibt.
Hier entsteht
eine gemischte Ehrlichkeit.
Gemischt.
Unklar.
Nicht alles wird gesehen
Nicht alles wird gehalten.
Nicht alles wird sein.
Und vieles
bleibt stehen.
Aber für den Moment
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oder
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Ein nur Ich
aus dem Bruch
Die LiebArt - Selbstliebe.
Suchen.
Schmerz.
Verzweiflung.
Oft in absoluter
Einsamkeit
Und plötzlich
ziehen sich andere an,
die auch suchen
die ankommen wollen
bei sich.
Ein neuer Kreis.
Nicht stabil.
Aber schön echt.
Hier entsteht
eine neue Ehrlichkeit.
Alles darf sichtbar werden.
Alles.
Keine Rolle mehr.
Kein Halten um jeden Preis.
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Es gibt nichts mehr
zu verlieren.
Und genau da
beginnt etwas,
das nicht mehr funktioniert—
sondern stimmt.
Danke
für diese neue Ehrlichkeit
Vielleicht
ist sie die Basis
für wahre Liebe-
um zusammen
zu halten.?
Riederau, 22. April 2026
Geburts-nah-Tag XV
Wie nah ist Nähe?
Ab wann ist Nähe
keine mehr?
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Die,
aus meinem Fleisch und Blut,
mit den gleichen Geschichten
aus dem gleichen Haus.
Still an diesem Tag.
azoy iz dos lebn
Nah im Leben –
nicht im Sein.
———————
Sie, fern.
Der Raum
zwischen uns
bleibt.
Ein Anruf –
und wir stehen
wieder darin.
mitklang
Nah im Sein.
———————
Die,
vor kurzem fremd,
und vertraut im Jetzt.
Mit Kuchen,
Kerzen
und einem Lied.
vi sheyn
So leicht
ist nah im Sein.
———————
Nicht im Sein
Warum?
vielleicht aus Schmerz.
Vielleicht aus Wut.
Vielleicht Abstand
Vielleicht auch
zielstrebig beschleunigt,
dem eigenen Gefühl gefolgt.
Und doch
bleibt etwas.
Zwischen
dem, was war,
und dem, was fehlt.
Ein Raum,
der trägt.
Vielleicht
ist das
Nähe.
Ich halte nicht fest.
Ich lasse nicht los.
aber, ich bin nah.
———
Nicht Blut.
Wärme
war nah.
An diesem
Geburts-fern-Tag.
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Lechaim!
Riederau, April 2026
Alles bleibt anders bewegt XVI
Die 30 Jahre.
Sie waren schön.
Die bleiben.
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Ich bin gegangen.
Mit wenig.
Zwei Koffer.
Und Schmerz,
der mitging.
Mehr nicht.
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Alles andere
habe ich gelassen.
Haus.
Struktur.
Das, was gehalten hat.
Wie es eben hält.
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Ich bin gegangen.
Nicht halb.
Ganz.
Zu mir.
Zurückgekehrt
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Menschen von früher
erkennen mich nicht mehr.
Und die von heute
erkennen mich nicht von früher.
Ich habe mich nicht verändert
Es war schon da.
Als Kind ohne Bart
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Und jetzt
stehe ich hier.
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Etwas in mir
ist wieder still geworden.
Nicht leer.
Nur frei.
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Offen.
Beweg(t)lich.
Nicht mehr festgelegt.
Frei genug,
um nichts zu brauchen.
Und doch offen
für das, was entsteht
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Ich spüre viel.
Mehr als je zuvor.
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Das bewegt
Nicht nur bei mir
Sondern im Raum
Und draußen
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Je weniger ich tue,
desto mehr bewegt.
Nicht durch mich –
sondern im Raum dazwischen.
Und darin
finde ich
Begegnung.
———————
Ich bin bei mir,
und genau darin
bewege ich.
Leise, ohne Absicht,
ohne Ziel, ohne Anspruch –
aber spürbar.
———————
Deshalb
kann ich begegnen.
Ein Raum für 2.
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Ohne etwas zu brauchen.
Ohne etwas zu wollen.
Und doch
gemeinsam halten,
was sich bewegt.
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Alles bleibt in Bewegung.
Und vielleicht
ist es genau das,
was bleibt.
———————
Aber anders.
Riederau, 1. Mai 2026
